BSW warnt vor massiver Militarisierung und fordert zivile Sicherheitspolitik

Aktuelles
, 14. November 2025

Pressemitteilung

Bremen, 14. November 2025

Bremerhaven wird zur NATO-Drehscheibe aufgerüstet – BSW warnt vor massiver Militarisierung und fordert zivile Sicherheitspolitik

Der Landesverband Bremen des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kritisiert die vom Bund zugesagte Rekordinvestition von 1,35 Milliarden Euro in die Bremerhavener Hafeninfrastruktur als einen weiteren Schritt in die Militarisierung Norddeutschlands. Die Mittel stammen vollständig aus dem Verteidigungshaushalt und dienen nach eigenen Aussagen der Bundesregierung ausschließlich der Anpassung der Hafenanlagen an militärische Anforderungen der NATO.

Bereits beim Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz am 7. Oktober in Bremerhaven wurde die strategische Bedeutung der Häfen für ein mögliches NATO-Kriegsszenario offen hervorgehoben. Nun zeigt sich, dass dieser Kurs konsequent vorangetrieben wird: Bremerhaven soll zur zentralen logistischen Schaltstelle für Waffen, militärisches Großgerät und Truppenverlegung in Richtung Osteuropa ausgebaut werden.

Diese 1,35 Milliarden Euro sind kein Strukturprogramm für die Menschen in Bremerhaven, sondern ein Infrastrukturprogramm für die Kriegsvorbereitung. Eine zivile Stadt wird gezielt kriegstauglich gemacht – und damit im Ernstfall zur militärischen Zielzone.

Während SPD und CDU die Rekordsumme als Erfolg feiern, warnt das BSW vor einer hochgefährlichen Verschiebung politischer Prioritäten. Statt sozialer Investitionen, besserer Arbeitsbedingungen, Stärkung der kommunalen Infrastruktur und dringend benötigter Maßnahmen in Bildung, Gesundheit und Klimaschutz, fließen nun Milliarden in militärische Logistik.

Fortsetzung einer Politik der Aufrüstung – trotz Regierungswechsel

Das BSW betont, dass die jetzt getroffenen Entscheidungen keine politische Zäsur darstellen, sondern eine Fortsetzung der zuvor eingeschlagenen Hochrüstungspolitik sind.
Unabhängig davon, wer im Kanzleramt sitzt – die Richtung bleibt dieselbe: immer mehr Mittel für militärische Infrastruktur, immer weniger für soziale Sicherheit.

BSW fordert: Zivile Sicherheit statt militärische Eskalation

Das Bündnis Sahra Wagenknecht tritt für eine Außenpolitik ein, die auf Diplomatie, Konfliktentschärfung und europäische Sicherheitsarchitektur statt auf Konfrontation setzt. Der Ausbau ziviler Infrastruktur darf weder funktionalisiert noch gefährdet werden, indem sie in militärische Transport- und Aufmarschlogistik eingebunden wird.

Der Landesverband fordert daher:

  • Keine Militarisierung zivil genutzter Hafenanlagen

  • Keine weitere Einbindung Bremerhavens in NATO-Kriegslogistik

  • Investitionen in soziale Sicherheit statt in militärische Eskalation

  • Rückkehr zu Diplomatie, Verhandlungslösungen und Entspannungspolitik

  • Stärkung regionaler ziviler Infrastruktur, statt sie zum Risikofaktor militärischer Strategien zu machen

Bremerhaven und Bremen benötigen als Bundesaland dringend finanzielle Unterstützung – aber für sozialen Fortschritt, für bezahlbares Leben, für Bildung, öffentliche Daseinsvorsorge und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit. Nicht für das Aufrüsten eines Kriegskorridors.

Wir wollen ein Bremen, das für sozialen Frieden steht – nicht für militärische Eskalationslogik. Die Menschen in Bremerhaven verdienen Investitionen in ihr Leben, nicht in die Vorbereitung zukünftiger Kriege.

Credit IMAGO / ZUMA Press Wire Medien-ID 0805284851

Auch interessant

11 Okt.

Pressemitteilung: Bremen bleibt standhaft – keine Zusammenarbeit mit der AfD

Aktuelles – Iseri: „Unsere Grenze zur AfD ist keine Taktik. Sie ist eine Überzeugung.“ Schulze: „Gemeinsame Anträge mit der AfD oder exklusive Abendessen mit ihren Vertretern sind Blödsinn.“ Das BSW Bremen bekräftigt seine klare Abgrenzung gegenüber der AfD: keine Koalition, keine Absprachen, keine exklusiven gemeinsamen Auftritte oder Abendessen. Anlass sind veröffentlichte Bilder und Berichte von der Eröffnung…

11 Okt.

Pressemitteilung: Ryanair-Aus: BSW fordert Offenlegung der Verhandlungen

Aktuelles – Schulze und Iseri: „Fliegen muss bezahlbar bleiben – Arbeitsplätze schützen!“ Bremen, 10. Oktober 2026. Nach dem angekündigten Rückzug Ryanairs vom Bremer Flughafen fordert das BSW Bremen eine vollständige Aufklärung der gescheiterten Verhandlungen und schnellen Ersatz für die wegfallenden Flugverbindungen. Die Landesvorsitzenden Christopher Schulze und Alper Iseri haben dazu schriftliche Anfragen an Bürgermeister Andreas Bovenschulte und…

07 Okt.

Pressemitteilung: BSW entsetzt über IQHB-Bericht: „Skandalöse Ergebnisse!“

Aktuelles – Schulze und Iseri fordern mehr Lehrkräfte und gezielte Unterstützung für Schulen in benachteiligten Stadtteilen Bremen, 7. Oktober 2026. Im Jahr 2025 verließen im Land Bremen 753 Jugendliche eine allgemeinbildende Schule ohne Ersten Schulabschluss – 587 in Bremen und 166 in Bremerhaven. Das entspricht landesweit 11,3 Prozent, in Bremerhaven 13,7 Prozent. Das BSW Bremen wirft dem…

06 Okt.

Pressemitteilung: Senat lässt Hafenbeschäftigte im Ungewissen

Aktuelles – BSW fordert konkrete Zusagen für die Arbeitsplätze bei der GHB Der Bremer Senat bestätigt die schwierige wirtschaftliche Lage der Gesamthafenbetriebsgesellschaft (GHB), lässt aber offen, wie die Arbeitsplätze geschützt werden sollen. Das geht aus einer Antwort von Hafenstaatsrat Kai Stührenberg auf ein Schreiben der BSW-Landesvorsitzenden Christopher Schulze und Alper Iseri hervor. Stührenberg schreibt, die GHB befinde…

  • 11 Okt. Pressemitteilung: Bremen bleibt standhaft – keine Zusammenarbeit mit der AfD

    Aktuelles – Iseri: „Unsere Grenze zur AfD ist keine Taktik. Sie ist eine Überzeugung.“ Schulze: „Gemeinsame Anträge mit der AfD oder exklusive Abendessen mit ihren Vertretern sind Blödsinn.“ Das BSW Bremen bekräftigt seine klare Abgrenzung gegenüber der AfD: keine Koalition, keine Absprachen, keine exklusiven gemeinsamen Auftritte oder Abendessen. Anlass sind veröffentlichte Bilder und Berichte von der Eröffnung…

  • 11 Okt. Pressemitteilung: Ryanair-Aus: BSW fordert Offenlegung der Verhandlungen

    Aktuelles – Schulze und Iseri: „Fliegen muss bezahlbar bleiben – Arbeitsplätze schützen!“ Bremen, 10. Oktober 2026. Nach dem angekündigten Rückzug Ryanairs vom Bremer Flughafen fordert das BSW Bremen eine vollständige Aufklärung der gescheiterten Verhandlungen und schnellen Ersatz für die wegfallenden Flugverbindungen. Die Landesvorsitzenden Christopher Schulze und Alper Iseri haben dazu schriftliche Anfragen an Bürgermeister Andreas Bovenschulte und…

  • 07 Okt. Pressemitteilung: BSW entsetzt über IQHB-Bericht: „Skandalöse Ergebnisse!“

    Aktuelles – Schulze und Iseri fordern mehr Lehrkräfte und gezielte Unterstützung für Schulen in benachteiligten Stadtteilen Bremen, 7. Oktober 2026. Im Jahr 2025 verließen im Land Bremen 753 Jugendliche eine allgemeinbildende Schule ohne Ersten Schulabschluss – 587 in Bremen und 166 in Bremerhaven. Das entspricht landesweit 11,3 Prozent, in Bremerhaven 13,7 Prozent. Das BSW Bremen wirft dem…

  • 06 Okt. Pressemitteilung: Senat lässt Hafenbeschäftigte im Ungewissen

    Aktuelles – BSW fordert konkrete Zusagen für die Arbeitsplätze bei der GHB Der Bremer Senat bestätigt die schwierige wirtschaftliche Lage der Gesamthafenbetriebsgesellschaft (GHB), lässt aber offen, wie die Arbeitsplätze geschützt werden sollen. Das geht aus einer Antwort von Hafenstaatsrat Kai Stührenberg auf ein Schreiben der BSW-Landesvorsitzenden Christopher Schulze und Alper Iseri hervor. Stührenberg schreibt, die GHB befinde…

Sie haben Fragen?

Welche inhaltlichen Positionen vertritt die neue Partei? Wie kann ich das BSW unterstützen? Wie kann ich Unterstützer oder Förderer werden und was ist der Unterschied? Sicher haben Sie viele Fragen. Wir haben versucht, einen Großteil Ihrer möglichen Fragen zu beantworten und leiten Sie hierzu auf die Website der Bundespartei weiter.

Zu den FAQ