BSW Bremen fordert Senat zum Widerstand gegen Kürzungen bei Alleinerziehenden auf

Aktuelles
, 25. Juli 2026

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) Bremen fordert den Senat auf, im Bundesrat gegen die geplanten Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss zu stimmen.

Die Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD will die Altersgrenze für den Unterhaltszuschuss von 18 auf 16 Jahre senken. Rund 370.000 Jugendliche würden dadurch ihren Anspruch verlieren. Für viele Alleinerziehende bedeutet das: noch weniger Geld für Essen, Kleidung, Schulmaterial oder die nächste Stromrechnung.

„Ein Kind zu versorgen wird mit 16 nicht plötzlich billiger“, sagt Christopher Schulze, Landesvorsitzender des BSW Bremen. „Gerade in diesem Alter steigen die Ausgaben. Jugendliche brauchen Fahrkarten, Schulmaterial, Kleidung und oft einen Laptop. Wer dann den Unterhaltsvorschuss streicht, kürzt direkt am Alltag der Familien.“

Bremen wäre von dieser Entscheidung besonders betroffen. Fast jedes vierte Kind im Land wächst in einem Alleinerziehenden-Haushalt auf. In 87,5 Prozent der Fälle tragen Mütter die Verantwortung allein.

„Alleinerziehende jonglieren jeden Monat mit Rechnungen, Arbeitszeiten und Kinderbetreuung“, so Schulze. „Viele kommen schon heute kaum über die Runden. Die Bundesregierung will ihnen jetzt auch noch Geld wegnehmen. Der Bremer Senat darf dabei nicht schweigen.“

Nach Ansicht des BSW zeigt die geplante Kürzung eine falsche politische Prioritätensetzung. Für Waffen und Aufrüstung stünden immer neue Milliarden bereit. Beim Sozialstaat werde dagegen der Rotstift angesetzt.

„Panzer machen kein Kind satt“, sagt Schulze. „Für Aufrüstung ist Geld da. Bei Familien wird gekürzt. Das ist weder gerecht noch verantwortungsvoll.“

Alper Iseri, Landesvorsitzender des BSW Bremen: „Bremen hat besonders viele Alleinerziehende. Deshalb muss der Senat besonders laut widersprechen. Wer hier schweigt, lässt zehntausende Familien im Stich.“

Das BSW fordert neben dem Erhalt des Unterhaltsvorschusses weitere Maßnahmen gegen Kinder- und Familienarmut.

Iseri: „Dazu gehören mehr Sozialwohnungen, kostenfreie Kita- und Ganztagsangebote, gebührenfreie Freizeitangebote sowie der Erhalt von Kinder- und Jugendeinrichtungen. Außerdem brauche es niedrigere Energiepreise und bessere Arbeitsbedingungen in Berufen mit hohem Frauenanteil.“

Das BSW Bremen fordert den Senat auf, sich auch über diesen Einzelfall hinaus gegen weitere Einschnitte in den Sozialstaat zu stellen.

Auch interessant

10 Sep.

BSW kritisiert 202 Millionen Euro für militärischen Hafenausbau

Aktuelles – Iseri und Schulze: „Bremerhaven darf nicht zum Kriegshafen werden“ Das BSW Bremen kritisiert die Entscheidung des rot-grün-roten Senats, rund 202,3 Millionen Euro Bremer Landesmittel für den Ausbau des Bremerhavener Überseehafens und weiterer Infrastruktur bereitzustellen. Der Bund stellt dafür bis zu 1,35 Milliarden Euro bereit. Die Infrastruktur soll unter anderem für die Verlegung von Personal und…

09 Sep.

Wahlsieg in Sachsen-Anhalt

Aktuelles – Wir sind stolz auf das Ergebnis von 5,3 % in Sachsen-Anhalt und beglückwünschen unsere Kollegen dort zu diesem Ergebnis! Sie haben viel Arbeit in den Wahlkampf gesteckt und dürfen nun zurecht ihre Früchte ernten: 5 Abgeordnete ziehen in den Landtag ein! Das ist ein klasse Ergebnis, gerade im Hinblick auf die parallelen Konflikte in Thüringen.…

04 Sep.

Das Grauen hat ein Ende

Aktuelles – Wir, als BSW Bremen, begrüßen ausdrücklich den Austritt der Thüringer Abgeordneten um Katja Wolf aus dem BSW. Sie und einige Abgeordnete haben sich seit Bekanntwerden des Wahlergebnisses dafür entschieden eine Politik zu betreiben, die nicht mit unseren Überzeugungen übereinstimmt! Das BSW ist u.a. angetreten, um Diplomatie voran zu treiben und dem Irrsinn Einhalt zu gebieten…

02 Sep.

BSW Bremen ruft zur DGB-Demonstration am 26. September auf

Aktuelles – BSW Bremen ruft zur DGB-Demonstration am 26. September auf Schulze und Iseri: „Sozialstaat stärken statt immer mehr Milliarden für Aufrüstung“ Das BSW Bremen ruft zur Teilnahme an der Demonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes am Samstag, 26. September, in Bremen auf. Unter dem Motto „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ demonstrieren Gewerkschaften für einen starken…

  • 10 Sep. BSW kritisiert 202 Millionen Euro für militärischen Hafenausbau

    Aktuelles Iseri und Schulze: „Bremerhaven darf nicht zum Kriegshafen werden“ Das BSW Bremen kritisiert die Entscheidung des rot-grün-roten Senats, rund 202,3 Millionen Euro Bremer Landesmittel für den Ausbau des Bremerhavener Überseehafens und weiterer Infrastruktur bereitzustellen. Der Bund stellt dafür bis zu 1,35 Milliarden Euro bereit. Die Infrastruktur soll unter anderem für die Verlegung von Personal und…

  • 09 Sep. Wahlsieg in Sachsen-Anhalt

    Aktuelles Wir sind stolz auf das Ergebnis von 5,3 % in Sachsen-Anhalt und beglückwünschen unsere Kollegen dort zu diesem Ergebnis! Sie haben viel Arbeit in den Wahlkampf gesteckt und dürfen nun zurecht ihre Früchte ernten: 5 Abgeordnete ziehen in den Landtag ein! Das ist ein klasse Ergebnis, gerade im Hinblick auf die parallelen Konflikte in Thüringen.…

  • 04 Sep. Das Grauen hat ein Ende

    Aktuelles Wir, als BSW Bremen, begrüßen ausdrücklich den Austritt der Thüringer Abgeordneten um Katja Wolf aus dem BSW. Sie und einige Abgeordnete haben sich seit Bekanntwerden des Wahlergebnisses dafür entschieden eine Politik zu betreiben, die nicht mit unseren Überzeugungen übereinstimmt! Das BSW ist u.a. angetreten, um Diplomatie voran zu treiben und dem Irrsinn Einhalt zu gebieten…

  • 02 Sep. BSW Bremen ruft zur DGB-Demonstration am 26. September auf

    Aktuelles BSW Bremen ruft zur DGB-Demonstration am 26. September auf Schulze und Iseri: „Sozialstaat stärken statt immer mehr Milliarden für Aufrüstung“ Das BSW Bremen ruft zur Teilnahme an der Demonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes am Samstag, 26. September, in Bremen auf. Unter dem Motto „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ demonstrieren Gewerkschaften für einen starken…

Sie haben Fragen?

Welche inhaltlichen Positionen vertritt die neue Partei? Wie kann ich das BSW unterstützen? Wie kann ich Unterstützer oder Förderer werden und was ist der Unterschied? Sicher haben Sie viele Fragen. Wir haben versucht, einen Großteil Ihrer möglichen Fragen zu beantworten und leiten Sie hierzu auf die Website der Bundespartei weiter.

Zu den FAQ