BSW fordert Stopp der Bebauungspläne der Horner Spitze

Aktuelles
, 22. März 2025

BSW fordert Stopp der Bebauungspläne der Horner Spitze

Bremen, 21. März 2025 – Die Wirtschaftsbehörde hat am 20. März dem Beirat Horn-Lehe die Machbarkeitsstudie zur Bebauung der sogenannten Horner Spitze vorgestellt. Manfred Steglich, Mitglied des Beirats Horn-Lehe (Bündnis Sahra Wagenknecht), bekräftigt seine entschiedene Ablehnung des Projekts und fordert einen sofortigen Stopp der Bebauungspläne.

„Die Bebauung der Horner Spitze ist ökologisch unverantwortlich, wirtschaftlich fragwürdig und friedenspolitisch bedenklich. Der Eindruck drängt sich auf, dass hier ein Prestigeprojekt des Wirtschaftsressorts auf Kosten von Natur, Haushaltslage und gesellschaftlicher Verantwortung durchgesetzt werden soll.“ so Steglich.

Das BSW fordert daher:

  • Ein Moratorium für die Bebauung der Horner Spitze
  • Eine transparente Prüfung alternativer Gewerbeflächen
  • Eine klare Absage an den weiteren Ausbau der Rüstungshochburg Bremen

Ökologische Bedenken: Klimaschutz statt Flächenversiegelung
Die Horner Spitze ist eine wertvolle Frischluftschneise und bietet geschützten Tierarten einen wichtigen Lebensraum. Eine Bebauung würde nicht nur wertvolle Grünflächen zerstören, sondern auch die Aufheizung der Stadt weiter vorantreiben.

Wirtschaftliche Zweifel: Steuerverschwendung für ein fragwürdiges Projekt?
Die geplanten Erschließungskosten von mindestens 22 Millionen Euro, mit möglichen Steigerungen auf über 30 Millionen Euro, sind für Steglich nicht nachvollziehbar. „Gleichzeitig stehen in anderen Bremer Stadtteilen Gewerbeflächen leer. Warum wird hier Steuergeld für ein Mini-Gewerbegebiet verschwendet?“ fragt er.

Friedenspolitische Fragen: Wird Bremen weiter zur Rüstungshochburg?
Die Befürchtung steht im Raum, dass die Bebauung vor allem dem Bremer Raumfahrt- und Rüstungskonzern OHB zugutekommen könnte. „Bremen entwickelt sich zunehmend zu einem Zentrum der Rüstungsindustrie. Mit der Zustimmung der Bremer Landesregierung zum 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der Bundeswehr wird diese Tendenz weiter verstärkt“, warnt Steglich. Exemplarisch ist hier der jüngste 2,1-Milliarden-Euro-Auftrag der Bundeswehr an OHB zu nennen. „OHB als einer der Player der bremischen Rüstungsindustrie breitet sich wie eine Krake im Technologiepark aus“, kritisiert Steglich. „Die geplante Bebauung der Horner Spitze könnte diesen Expansionskurs weiter fördern – eine gefährliche Entwicklung für Bremen als Friedensstadt.“

Bedrohte Existenz: Rettung des Vereins „Kinder, Wald und Wiese“ gefordert
Durch die Bebauung ist auch der Verein „Kinder, Wald und Wiese Bremen e.V.“ in seiner Existenz bedroht. Die vorgeschlagene Ersatzfläche sei ungeeignet. „Wie will die Stadt ihr Versprechen einhalten, den Verein zu erhalten, wenn keine realistische Alternative angeboten wird?“ fragt Steglich.

Abschließend betont Steglich: „Es ist höchste Zeit, nachhaltige und sozialverträgliche Alternativen zu prüfen, statt ein umstrittenes und teures Projekt mit fragwürdigen Folgen voranzutreiben.“

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