BSW fordert Vollgas bei Trinkwasserbrunnen
,„Die Koalition nimmt den Hitzeschutz nicht ernst“
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) Bremen fordert den Senat auf, den Ausbau öffentlicher Trinkwasserbrunnen zu beschleunigen.
Nach Angaben des Senats sollen in diesem Jahr fünf weitere Trinkwasserspender entstehen. Ende des Jahres wären damit 29 öffentliche Trinkwasserstellen in Betrieb. Langfristig sind 80 Brunnen geplant.
Für die BSW-Landeschefs Christopher Schulze und Alper Iseri kommt das zu spät und geht nicht weit genug.
„Beim derzeitigen Schneckentempo dauert es über 10 Jahre, bis das selbstgesteckte Ziel von 80 Brunnen in Bremen erreicht ist. Die Koalition nimmt den Hitzeschutz nicht ernst. Wenn die Sonne brennt, muss kostenloses Trinkwasser schnell verfügbar sein“, sagt BSW-Landesvorsitzender Christopher Schulze.
Nach Auffassung des BSW sollte sich Bremen stärker an europäischen Vorbildern orientieren. „In Wien stehen 1800 öffentliche Trinkbrunnen zur Verfügung. Was in Wien funktioniert, ist auch in Bremen möglich. 500 Brunnen sollten es in Bremen und Bremerhaven schon sein“, fordert Schulze.
Alper Iseri fordert beim Ausbau eine klare Priorisierung:
„Insbesondere Spielplätze, Schulen, Sportanlagen, Haltestellen, Parks und stark frequentierte Plätze müssen zuerst ausgestattet werden. Trinkwasser ist Teil der öffentlichen Gesundheitsvorsorge. Bei Temperaturen über 30 Grad schützt jeder zusätzliche Trinkwasserbrunnen Kinder, Senioren und alle, die sich im Sommer draußen aufhalten vor einem Hitzeschlag.“