Pressemitteilung: Nach Pfefferspray-Eskalation am Weser-Stadion: BSW Bremen wirbt für vorausschauende Weiterentwicklung der Sicherheitskonzepte
,Schulze und Iseri: „Ein verlässlicher Schutz von Bürgern und Einsatzkräften gelingt nur durch präventive Absprachen und strategische Deeskalation“
Das BSW Bremen plädiert nach den jüngsten Ereignissen am Ostkurvensaal nach dem Werder-Heimspiel gegen Augsburg für eine sachliche und zukunftsorientierte
Überprüfung der bestehenden Sicherheitsstrukturen bei Großveranstaltungen. Das Ziel muss eine Optimierung der strategischen Rahmenvorgaben sein, die das Innenressort gemeinsam mit der polizeilichen Führung und Großveranstaltern wie dem SV Werder Bremen festlegt.
Das BSW sieht die Verantwortung für die Dynamik vor Ort nicht bei den operativen Kräften im Einsatz. Vielmehr bietet das Geschehen die Chance, bestehende Abläufe ehrlich und selbstkritisch zu reflektieren, um tragfähige Lösungen für die Zukunft zu entwickeln.
Ein zukunftsfähiges Sicherheitskonzept sollte nach Auffassung des BSW im Wesentlichen auf zwei Säulen aufbauen:
Zum einen gilt es, den Fokus auf die Prävention im Vorfeld zu richten, sodass bekannte Straftäter und Gefährder im Rahmen des Hausrechts gar nicht erst ins Stadion gelangen.
Zum anderen bedarf es klarer Vorgaben für Situationen im Stadionumfeld, bei denen keine akute Gefährdung vorliegt: Hier sollten Mäßigung und Deeskalation die Leitlinien sein, um unkontrollierbare Solidarisierungseffekte im dichten Abreiseverkehr von vornherein zu vermeiden.
Auf diese Weise wird sichergestellt, dass weder die Gesundheit der Einsatzkräfte noch die von unbeteiligten Familien, Schwangeren oder Kindern im Gedränge gefährdet wird. Das BSW Bremen regt daher an, die strategischen Vorgaben für solche Fälle anzupassen und die Sicherheitskonzepte partnerschaftlich weiterzuentwickeln.
Der BSW-Landesvorsitzende Christopher Schulze erklärt:
„Wir plädieren dafür, die Vorgänge am Ostkurvensaal gemeinsam selbstkritisch zu beleuchten, um daraus die richtigen Schlüsse für künftige Spiele zu ziehen. Bekannte Straftäter sollten im Vorfeld konsequent weggewiesen werden. Verhält sich eine Person im Stadion jedoch ruhig, müssen Mäßigung und Deeskalation die strategischen Vorgaben bestimmen, damit wir Kollateralschäden im Fan-Umfeld vermeiden und den Schutz aller Beteiligten gewährleisten.“
Der Landesvorsitzende Alper Iseri sagt:
„Der Erfolg jeder Organisation basiert immer auf klaren und vorausschauenden Rahmenbedingungen der Führung. Das Innenressort sollte jetzt den engen, proaktiven Dialog mit Großveranstaltern wie Werder Bremen suchen, um verlässliche Sicherheits- und Zugriffsprotokolle im Vorfeld zu vereinbaren. Nur durch klare, strategische Leitlinien entlasten wir unsere Einsatzkräfte vor Ort nachhaltig und stellen den zivilen Schutz im öffentlichen Raum absolut in den Mittelpunkt.“