Pressemitteilung: Senat lässt Hafenbeschäftigte im Ungewissen
,BSW fordert konkrete Zusagen für die Arbeitsplätze bei der GHB
Der Bremer Senat bestätigt die schwierige wirtschaftliche Lage der Gesamthafenbetriebsgesellschaft (GHB), lässt aber offen, wie die Arbeitsplätze geschützt werden sollen. Das geht aus einer Antwort von Hafenstaatsrat Kai Stührenberg auf ein Schreiben der BSW-Landesvorsitzenden Christopher Schulze und Alper Iseri hervor.
Stührenberg schreibt, die GHB befinde sich bei der Beschäftigungssicherung in einer „Schieflage“, schreibe Monat für Monat rote Zahlen und das Sanierungskonzept solle eine drohende Insolvenz abwenden. Konkrete Zusagen zum Erhalt der Arbeitsplätze enthält die Antwort nicht.
Christopher Schulze, Landesvorsitzender des BSW Bremen: „Gespräche und Arbeitskreise allein sind noch keine Beschäftigungsgarantie. Der Senat bestätigt selbst, wie ernst die Lage ist. Dann muss er auch sagen, was er konkret tut, wenn das Sanierungskonzept nicht ausreicht. Für uns ist klar: Die GHB und möglichst viele Arbeitsplätze müssen erhalten bleiben.“
Im August war bekannt geworden, dass bei der GHB rund 150 Stellen wegfallen sollen. Bereits im Frühjahr hatten Beschäftigte gegen einen möglichen erneuten Absturz des Unternehmens in die Insolvenz demonstriert.
Alper Iseri, Landesvorsitzender des BSW Bremen: „Bevor erfahrene Hafenarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren, müssen alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Wenn der Automobilumschlag schwächelt, während der Containerumschlag wächst, muss geprüft werden, wie Beschäftigte qualifiziert und stärker in anderen Hafenbereichen eingesetzt werden können.“
Das BSW will deshalb vom Senat konkrete Antworten: Wie viele Arbeitsplätze sind gefährdet? Welche Einschnitte sieht das Sanierungskonzept vor? Wie sollen Kündigungen verhindert werden? Und welche Unterstützung ist Bremen bereit zu leisten, wenn die Sanierung nicht ausreicht?
Schulze: „Im Blick behalten reicht nicht. Jetzt geht es darum, Arbeitsplätze zu retten.“