Sozialstaat statt Militarisierung: BSW Bremen fordert Kehrtwende in der Rüstungspolitik

Aktuelles
, 27. März 2025

Das Bündnis Sahra Wagenknecht Bremen (BSW) übt scharfe Kritik an der Zustimmung der Bremer Landesregierung zum milliardenschweren Aufrüstungspaket im Bundesrat und fordert eine grundlegende Neuausrichtung der Rüstungspolitik in der Hansestadt.

Manfred Steglich, Mitglied des Landesvorstands des BSW Bremen, warnt vor den weitreichenden Folgen dieser Entwicklung: „Bremen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem zentralen Umschlagplatz für Kriegsgeräte entwickelt, während die Rüstungsindustrie Milliardengewinne verzeichnet. Gleichzeitig kämpfen Tausende Menschen in dieser Stadt mit Armut und steigenden Lebenshaltungskosten. Dass die Bremer Regierung – ob SPD, Grüne oder Linke – diese Entwicklung weiterhin unterstützt, ist nicht nur wirtschaftspolitisch kurzsichtig, sondern auch moralisch unverantwortlich.“

Abrüstung statt Kriegskredite

Laut Steglich hat die Linke mit ihrer Zustimmung zu den Kriegskrediten ihre friedenspolitischen Grundsätze endgültig über Bord geworfen. „Das BSW ist heute die einzige Partei, die konsequent für Abrüstung und eine sozial gerechte Politik eintritt. Anstatt Milliarden in Waffen zu investieren, brauchen wir dringend Mittel für Bildung, soziale Gerechtigkeit und bezahlbaren Wohnraum.“

Anstatt die sogenannte „Kriegstüchtigkeit“ voranzutreiben, fordert das BSW eine Politik im Sinne Willy Brandts – eine Politik des Friedens, der Diplomatie und der Rüstungskontrolle. Das Bündnis lehnt sowohl die Wiedereinführung der Wehrpflicht als auch neue Kriegskredite und eine weitere Staatsverschuldung für militärische Aufrüstung entschieden ab. Öffentliche Mittel sollten stattdessen in soziale Sicherheit, Bildung und eine nachhaltige Wirtschaft fließen – nicht in die Finanzierung von Waffen und Kriegen.

Bremens Rüstungsindustrie: Alarmierende Zahlen

Die Entwicklung in Bremen spricht eine deutliche Sprache:

  • Im Jahr 2022 wurden über die Bremer Häfen mehr als 20.000 Tonnen Kriegsgerät verschifft.

  • Seit 2019 haben Bremer Unternehmen Rüstungsexporte im Wert von über 500 Millionen Euro genehmigt bekommen.

  • Die Bundeswehr hat zuletzt beim Bremer Raumfahrt- und Rüstungskonzern OHB Satelliten im Wert von 2,1 Milliarden Euro bestellt – ein weiterer Beleg für die zentrale Rolle des Unternehmens in der deutschen Rüstungsindustrie.

Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt unterstützt aktiv die Expansion von OHB an der sogenannten Horner Spitze und macht das Projekt damit zu einem Prestigevorhaben – ein fatales Signal für Bremens zukünftige Ausrichtung.

BSW Bremen fordert klare Weichenstellungen

Das Bündnis Sahra Wagenknecht Bremen setzt sich für einen radikalen Kurswechsel in der Bremer Politik ein:

✅ Abrüstung statt Militarisierung.
✅ Stopp der Rüstungsexporte über bremische Häfen in Kriegs- und Krisengebiete.
✅ Erhalt der Zivilklausel an Hochschulen, um militärische Forschung zu verhindern.
✅ Investitionen in soziale Gerechtigkeit statt Milliarden für die Waffenindustrie.

Das BSW Bremen wird sich weiterhin konsequent für Frieden und soziale Gerechtigkeit einsetzen. Die Bremer Landesregierung muss ihre Unterstützung für die Rüstungsindustrie endlich beenden – denn die Zukunft der Stadt liegt nicht in Waffen und Kriegen, sondern in einer sozial gerechten Politik für alle Bürgerinnen und Bürger.

(ms)

Auch interessant

08 Aug.

Die Zivilklausel bleibt!

Aktuelles – Pressemitteilung „Bremer Hochschulen sollen nicht zur Entwicklungsabteilung der Rüstungsindustrie verkommen“ Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) Bremen lehnt die Pläne von Wissenschaftssenatorin Henrike Müller (Grüne) ab, die Zivilklausel im Bremischen Hochschulgesetz abzuschaffen. Die Zivilklausel verpflichtet die Hochschulen bislang dazu, ausschließlich für friedliche Zwecke zu forschen. Der Landesvorsitzende Christopher Schulze warnt vor einer Militarisierung der Wissenschaft: „Unsere…

25 Juli

BSW Bremen fordert Senat zum Widerstand gegen Kürzungen bei Alleinerziehenden auf

Aktuelles – Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) Bremen fordert den Senat auf, im Bundesrat gegen die geplanten Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss zu stimmen. Die Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD will die Altersgrenze für den Unterhaltszuschuss von 18 auf 16 Jahre senken. Rund 370.000 Jugendliche würden dadurch ihren Anspruch verlieren. Für viele Alleinerziehende bedeutet das: noch weniger Geld…

14 Juli

Eine Schnellfähre von Bremen Nord in die Stadt!

Aktuelles – Hier entsteht der Beitrag zur Schnellfähre. Link zur Studie: https://hb.bsw-vg.de/wp-content/uploads/2026/07/Schnellfa%CC%88hre_Konzept_VarianteD_Entwurf8-1.pdf

28 Juni

BSW fordert Vollgas bei Trinkwasserbrunnen

Aktuelles – „Die Koalition nimmt den Hitzeschutz nicht ernst“ Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) Bremen fordert den Senat auf, den Ausbau öffentlicher Trinkwasserbrunnen zu beschleunigen. Nach Angaben des Senats sollen in diesem Jahr fünf weitere Trinkwasserspender entstehen. Ende des Jahres wären damit 29 öffentliche Trinkwasserstellen in Betrieb. Langfristig sind 80 Brunnen geplant. Für die BSW-Landeschefs Christopher Schulze…

  • 08 Aug. Die Zivilklausel bleibt!

    Aktuelles Pressemitteilung „Bremer Hochschulen sollen nicht zur Entwicklungsabteilung der Rüstungsindustrie verkommen“ Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) Bremen lehnt die Pläne von Wissenschaftssenatorin Henrike Müller (Grüne) ab, die Zivilklausel im Bremischen Hochschulgesetz abzuschaffen. Die Zivilklausel verpflichtet die Hochschulen bislang dazu, ausschließlich für friedliche Zwecke zu forschen. Der Landesvorsitzende Christopher Schulze warnt vor einer Militarisierung der Wissenschaft: „Unsere…

  • 25 Juli BSW Bremen fordert Senat zum Widerstand gegen Kürzungen bei Alleinerziehenden auf

    Aktuelles Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) Bremen fordert den Senat auf, im Bundesrat gegen die geplanten Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss zu stimmen. Die Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD will die Altersgrenze für den Unterhaltszuschuss von 18 auf 16 Jahre senken. Rund 370.000 Jugendliche würden dadurch ihren Anspruch verlieren. Für viele Alleinerziehende bedeutet das: noch weniger Geld…

  • 14 Juli Eine Schnellfähre von Bremen Nord in die Stadt!

    Aktuelles Hier entsteht der Beitrag zur Schnellfähre. Link zur Studie: https://hb.bsw-vg.de/wp-content/uploads/2026/07/Schnellfa%CC%88hre_Konzept_VarianteD_Entwurf8-1.pdf

  • 28 Juni BSW fordert Vollgas bei Trinkwasserbrunnen

    Aktuelles „Die Koalition nimmt den Hitzeschutz nicht ernst“ Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) Bremen fordert den Senat auf, den Ausbau öffentlicher Trinkwasserbrunnen zu beschleunigen. Nach Angaben des Senats sollen in diesem Jahr fünf weitere Trinkwasserspender entstehen. Ende des Jahres wären damit 29 öffentliche Trinkwasserstellen in Betrieb. Langfristig sind 80 Brunnen geplant. Für die BSW-Landeschefs Christopher Schulze…

Sie haben Fragen?

Welche inhaltlichen Positionen vertritt die neue Partei? Wie kann ich das BSW unterstützen? Wie kann ich Unterstützer oder Förderer werden und was ist der Unterschied? Sicher haben Sie viele Fragen. Wir haben versucht, einen Großteil Ihrer möglichen Fragen zu beantworten und leiten Sie hierzu auf die Website der Bundespartei weiter.

Zu den FAQ