BSW entsetzt über IQHB-Bericht: „Skandalöse Ergebnisse!“
,Schulze und Iseri fordern mehr Lehrkräfte und gezielte Unterstützung für Schulen in benachteiligten Stadtteilen
Bremen, 7. Oktober 2026. Im Jahr 2025 verließen im Land Bremen 753 Jugendliche eine allgemeinbildende Schule ohne Ersten Schulabschluss – 587 in Bremen und 166 in Bremerhaven. Das entspricht landesweit 11,3 Prozent, in Bremerhaven 13,7 Prozent. Das BSW Bremen wirft dem Senat vor, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen besonders in armen Stadtteilen zu vernachlässigen.
„Jeder neunte Jugendliche im Land Bremen geht ohne Abschluss von der Schule. Das ist Systemversagen“, sagt Christopher Schulze. „Die Schuld dafür tragen weder die Jugendlichen, noch ihre Eltern. Die politische Verantwortung trägt die Regierung Bovenschulte. Sie schafft es nicht dafür sorgen, dass Schulen genügend Lehrkräfte haben, Klassen kleiner werden und Kinder die in angenehmer Atmosphäre lernen können.“
Wie ungleich die Chancen verteilt sind, zeigt der IQHB-Bericht auch auf Ortsteilebene: Für die Jahre 2023 bis 2025 weist er in der Bremerhavener Goethestraße einen Anteil von rund 32 Prozent Abgehenden ohne Ersten Schulabschluss aus, in Bremen-Borgfeld rund vier Prozent.

„Der Senat hat gerade die Schülerinnen und Schüler in armen Stadtteilen im Stich gelassen“, sagt Landesvorsitzender Alper Iseri. „Diese Zahlen kann man nicht schönreden. Ohne ersten Abschluss ist es kam möglich eine Ausbildung zu finden. Armut ist vorprogrammiert. Wir brauchen endlich Taten statt Worte, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Ein erster Schritt ist die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer drastisch zu erhöhen. Im Zweiten Schritt müssen die Schulgebäude und Pausenhöfe saniert werden. Die Kinder und Jugendlichen sollen sich in der Schule endlich wieder wohlfühlen. Auch die deutsche Sprache muss den Kindern früher vermittelt werden. Wir brauchen eine verpflichtende Vorschulförderung für alle Kinder, die damit noch Schwierigkeiten haben. Egal welcher Herkunft sie sind.“