Pressemitteilung: Fast 600 Euro mehr für Strom und Gas: BSW fordert Entlastung für Bremer Haushalte
,Iseri und Schulze verlangen transparente Preise und dauerhaft niedrigere Energiekosten
Die angekündigten Preiserhöhungen von swb bedeuten für einen Bremer Haushalt mit jährlich 2.000 Kilowattstunden Strom und 18.000 Kilowattstunden Gas in der Grundversorgung fast 600 Euro zusätzliche Kosten im Jahr. Ab Januar 2027 steigen sowohl die Verbrauchs- als auch die Grundpreise. Das BSW Bremen fordert swb auf, die Erhöhungen nachvollziehbar aufzuschlüsseln. Vom Senat verlangt die Partei, sich beim Bund für eine dauerhafte Entlastung der Haushalte einzusetzen.
„Fast 50 Euro zusätzlich im Monat fehlen dann beim Lebensmitteleinkauf, bei den Schulsachen oder bei der dringend nötigen Rücklage. Wer ohnehin jeden Euro umdrehen muss, hat dieses Geld nicht einfach übrig. Eine warme Wohnung darf nicht zum Luxus werden“, erklärt BSW-Landesvorsitzender Alper Iseri.
swb begründet die Erhöhungen mit höheren Beschaffungskosten infolge der geopolitischen Lage, steigenden Netzentgelten und zusätzlichen staatlichen Belastungen beim Strom. Welche Kostenbestandteile wie viel zur Erhöhung beitragen, schlüsselt die veröffentlichte Mitteilung jedoch nicht auf.
„Wer höhere Preise verlangt, muss erklären, wie sie zustande kommen. Die Menschen brauchen eine nachvollziehbare Rechnung: Was wird beim Einkauf teurer, was verlangen die Netzbetreiber und was schlägt der Staat obendrauf? Ein pauschaler Verweis auf die Weltlage reicht dafür nicht“, sagt Iseri.
Das BSW fordert eine verständliche Gegenüberstellung der bisherigen und künftigen Preisbestandteile. swb soll außerdem offenlegen, welche Möglichkeiten zur Begrenzung der Erhöhungen geprüft wurden, und betroffene Kunden gezielt auf günstigere geeignete Tarife hinweisen.
BSW-Landesvorsitzender Christopher Schulze erklärt: „Der Staat kann die Weltmarktpreise nicht bestimmen. Aber er hält bei jeder Kilowattstunde kräftig die Hand auf. Die CO2-Abgabe verteuert das Heizen zusätzlich. Dabei müssen die Menschen ihre Wohnungen warmhalten. Da gibt es keine Alternative. Der Bremer Senat sollte sich deshalb mit aller Kraft für dauerhaft niedrigere Energiesteuern und die Abschaffung der CO2-Abgabe einsetzen. Bürgermeister Bovenschulte darf nicht einfach zusehen, wie immer höhere Energiekosten an die Bürger weitergereicht werden.“
Das BSW fordert niedrigere Stromsteuern für alle Haushalte, die Abschaffung des CO₂-Preises und eine öffentliche Finanzierung des Ausbaus der Energienetze, um die Netzentgelte dauerhaft zu senken. Staatliche Entlastungen müssten vollständig bei den Verbrauchern ankommen.
Für Haushalte, die durch die höheren Abschläge in Zahlungsschwierigkeiten geraten, verlangt das BSW frühzeitige Beratung, bezahlbare Ratenvereinbarungen und wirksame Härtefallhilfen. Senat und Versorger müssten gemeinsam verhindern, dass Menschen wegen finanzieller Not die Energieversorgung verlieren.