Pressemitteilung: Einheitsfeier in Bremen: Wurde der Schnoor vergessen?

Aktuelles
, 5. Oktober 2026

BSW Bremen spricht mit Gewerbetreibenden vor Ort und fordert Aufarbeitung der Besucherführung

Hunderttausende Menschen kamen am Wochenende zu den zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit nach Bremen. Für das Bürgerfest waren offiziell rund 400.000 Besucherinnen und Besucher erwartet worden. Transparenzportal Bremen Während große Teile der Innenstadt stark besucht waren, berichten mehrere Gewerbetreibende im Schnoor von ungewöhnlich wenig Kundschaft und erheblichen wirtschaftlichen Einbußen.

Die beiden Landesvorsitzenden des BSW Bremen, Christopher Schulze und Alper Iseri, haben deshalb am Sonntag den Schnoor besucht und mit mehreren Ladeninhaberinnen und -inhabern sowie Gastronomiebetrieben gesprochen. Die Gespräche und die Situation vor Ort hat das BSW in einem ausführlichen Video dokumentiert.

Christopher Schulze, Landesvorsitzender des BSW Bremen, erklärt:
„Die Einheitsfeier war für Bremen ein großes Ereignis. Gerade deshalb müssen wir uns aber auch anschauen, was nicht funktioniert hat. Wenn eines der bekanntesten historischen Quartiere unserer Stadt bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung offenbar kaum von den Besucherströmen profitiert, müssen wir wissen, warum. Die Hinweise der Gewerbetreibenden auf fehlende Ausschilderung, Absperrungen und die Besucherführung gehören jetzt ernsthaft aufgearbeitet.“

Für das Schnoorviertel war während des Veranstaltungswochenendes die Kfz-Zufahrt gesperrt. Das offizielle Festgelände erstreckte sich über weite Teile der Innenstadt bis zum Weserstadion. Tag der Deutschen Einheit 2026 in Bremen Mehrere Geschäftsleute berichteten dem BSW, sie hätten sich aufgrund der erwarteten Besucherzahlen mit zusätzlichen Warenbeständen und teilweise zusätzlichem Personal auf ein außergewöhnlich starkes Wochenende vorbereitet.

Alper Iseri, Landesvorsitzender des BSW Bremen und selbst Unternehmer, sagt:
„Ich kann den Ärger der Geschäftsleute sehr gut verstehen. Als Unternehmer muss man Entscheidungen im Voraus treffen und wirtschaftliches Risiko eingehen. Wenn Hunderttausende Besucher angekündigt werden, bereitet man sich darauf vor. Wenn diese Menschen dann wenige Meter entfernt durch die Stadt laufen, im eigenen Geschäft aber kaum etwas davon ankommt, ist das bitter. Genau deshalb wollen wir wissen, wie die Besucherführung geplant wurde und ob der Schnoor dabei ausreichend berücksichtigt worden ist.“

Das BSW Bremen will die Erfahrungen der Gewerbetreibenden nun weiter zusammentragen und die Planung der Besucherführung sowie die Rolle der zuständigen Stellen genauer prüfen.

Das vollständige Video mit Eindrücken aus dem Schnoor und Gesprächen mit Gewerbetreibenden ist auf unseren Kanälen der folgenden Social Media Plattformen zu sehen:

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